Margin Call

Margin Call ist ein Hinweis auf eingetretene Verluste

Margin heißt zu Deutsch Einschuss, Call wird aus dem Englischen mit Anruf oder Aufruf übersetzt. Einschuss bedeutet im Zusammenhang mit Börsentermingeschäften Sicherheitsleistung. Dies wiederum bezeichnet die notwendige Mindesteinlage auf einem Handelskonto, wenn sogenannte Trader im Handel mit Devisen oder im Termingeschäft aktiv werden möchten. Einen Margin Call wird ein Broker, Wertpapier-/Devisenhändler dem Trader, also der Person, die Devisenhandel oder Termingeschäfte betreibt, mitteilen. Und zwar dann, wenn die Gefahr der Unterschreitung einer zur Eröffnung des entsprechenden Handelskontos erbrachten Margin (Sicherheitsleistung) ersichtlich wird. Dem vom Broker ausgehenden Margin Call sollten Trader nachkommen, weil ohne Hinterlegen neuen Kapitals auf das entsprechende Handelskonto dieses automatisch schließt. Daraus ergibt sich schlussfolgernd, dass ein Margin Call stets ein Hinweis auf eingetretene Verluste darstellt.

Die Höhe einer Hinterlegung von Geld, welche als Sicherheitsleistung bei Termingeschäften beziehungsweise beim Devisenhandel gilt, wird durchschnittlich mit rund einem Prozent von dem Kapital angegeben, für welches der Trader bereit ist, zu handeln. Sind das beispielsweise 10.000 Euro, müssten einhundert Euro auf dem Handelskonto eingezahlt werden. Beim Status Margin Call kann aufgrund laufender Zu- oder Abbuchungen, die sich aus den täglichen Kursveränderungen automatisch ergeben, ein Unterschreiten der geforderten Sicherheitsleistung drohen. Im genannten Beispiel wäre ein Margin Call erreicht, wenn durch anhaltende Verluste das Handelskonto einen Betrag unter der 100 Euro-Marke ansteuert.

Manufacturing Resources Planning

Manufacturing Resources Planning zur Produktionsplanung & -steuerung

Produktionsplanungs- und –steuerungssysteme, kurz PPS-System genannt, gibt es als Software für eine computergestützte Produktion von Gütern und Waren. Beim Wandel der Produktion hin zur Materialplanung, die sich nicht mehr am Verbrauch, sondern an einem ermittelten Bedarf orientiert, entwickelte sich Manufacturing Resources Planning in drei Stufen: Dem Konzept der Materialbedarfsplanung, dass in den 1950er Jahren unter dem Namen Material Requirement Planning (MRP) bekannt wurde, folgten MRP I in den 1960er Jahren und rund zwanzig Jahre später MRP II. Das Produktionsplanungs- und –steuerungssystem (PPS) Manufacturing Resources Planning umfasst eine Vielzahl miteinander verbundenen Funktionen. Neu bei MRP II gegenüber MRP I war die Erweiterung der Methode um das Modul der Kapazitätsplanung.

Zum Grobaufbau einer Produktionsplanung und Produktionssteuerung in Industriebetrieben gehören die vier Kategorien Produktionsprogrammplanung, Materialbedarfsplanung, Zeit-/Kapazitätsplanung und Produktionssteuerung. Das Konzept Manufacturing Resources Planning beginnt mit Geschäftsplanung und Absatzplan, verfügt zudem über Simulationsfähigkeiten (Berechnungs-, Analysefähigkeit), was für eine langfristige sowie methodische Vorbereitung (Strategie) der Produktionsplanung bedeutsam ist. Manufacturing Resources Planning funktioniert als sukzessives Produktionsplanungs- und –steuerungssystem (PPS). Das heißt: Stufenweises Arbeiten mit der Problematik, dass einzelne Produktionsphasen mittels Annahmen geplant werden, weil benötigte Informationen zum Teil erst bei einer nächsthöheren Produktionsphase verfügbar sind. In der Produktion betrifft es beispielsweise die Kennzahl Durchlaufzeiten.

Angewendet wird Manufacturing Resources Planning überwiegend in Branchen mit annähernd gleichen, saisonunabhängigen Produkten und in Unternehmen mit relativ zuverlässigen Durchlaufzeiten, geringem Ausfall vorhandener Kapazitäten sowie grob bekannten Produktionsmengen. Beispiele: Maschinen-, Automobilbau, Elektroindustrie. ERP-Systeme für Industriebetriebe sind eine Erweiterung des Planungskonzepts Manufacturing Resources Planning.

Kredit mit variabler Verzinsung

Kredit mit variabler Verzinsung bei vielen Finanzierungen üblich

Bei einem Kredit mit variabler Verzinsung sind Sollzinsen eine veränderliche Größe, die sich aus den Schwankungen der Zinssätze auf Kapitalmärkten ergibt. Banken wird ein Eigeninteresse daran zugestanden, einen am Beginn der Laufzeit des Kredits festgelegten Sollzins nachträglich und ohne Vertragsänderung zu korrigieren. Andererseits kann der Kredit mit variabler Verzinsung zum Kredit mit einem Festzins werden, wenn dies im Kreditvertrag vereinbart wird, was häufig beim Ratenkredit mit kurzer- bis mittelfristiger Laufzeit der Fall ist. Denn obwohl die Bank innerhalb der Kreditlaufzeit ihren Zinssatz dem Marktzins anpasst, zahlt der Kreditnehmer beim Ratenkredit mit kurzer Laufzeit den vereinbarten Festzins.

Kredite mit variabler Verzinsung kommen in vielfältiger Art und bei fast allen Finanzierungen vor. Insbesondere trifft es auf Darlehen mit langen Laufzeiten zu. Bausparverträge, Projekt-, Immobilien-, Baufinanzierungen, Hypothekendarlehen oder Großkredite sind meistens Kredite mit variabler Verzinsung. Und zwar deshalb, weil am Beginn der Vertragslaufzeit Entwicklungen am Kapitalmarkt schwer eingeschätzt werden können.

Die Höhe der Zinsen orientiert sich am Leitzins von Zentralbanken beziehungsweise dem der Europäischen Zentralbank. Neben der Laufzeit kann bei einem Kredit mit variabler Verzinsung auch die Bonität des Kreditnehmers Einfluss auf letztendlich zu zahlenden Zinsen haben. Kreditgeber berechnen neben dem zum Zeitpunkt der Kreditvergabe üblichen Marktzins gegebenenfalls einen Risikoaufschlag, der nach Umfang der Kreditsicherheiten und dem geschätzten Risiko veranschlagt wird. Das allseits bekannte Kürzel „p. a.“ (pro anno, pro Jahr) hinterm in Prozent genannten Zinssatz verweist prinzipiell auf eine variable Verzinsung. Demnach ist auch der Dispo beim Girokonto ein Kredit mit variabler Verzinsung.

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren entfallen unter bestimmten Voraussetzungen

Die Eröffnung eines Geschäfts- oder Girokontos setzt stets einen Bankvertrag voraus. Die Bank / das Kreditinstitut kann für erbrachte Dienstleistungen sogenannte Bankgebühren erheben, zu denen auch Kontoführungsgebühren gehören. Kontokorrent-/Girokontenverträge sind überwiegend standardisiert, enthalten allgemeine Regelungen zur Geschäftsbeziehung zwischen Kunde und Bank sowie einen Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Kreditinstituts. Kontoführungsgebühren finden sich wie alle weiteren Entgelte/Gebühren beispielsweise für Transaktionen, Kreditkarte, Geldkarte (ec-/Maestro-Karte), Einsatz der Kreditkarte im In-/Ausland oder die Nutzung von Geldautomaten im In-/Ausland innerhalb der AGB unter Konditionen. In Deutschland sind Kreditinstitute verpflichtet, auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufmerksam zu machen.

Kontoführungsgebühren berechnen Banken als monatliche Pauschale oder je einzelnem Buchungsposten, wobei mindestens fünf aller monatlichen Buchungsvorgänge kostenlos durchgeführt werden müssen. Obwohl Banken in Deutschland keine Gebühren für Leistungen erheben dürfen, die zu ihren gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten gehören, haben in der Praxis oftmals erst Auseinandersetzungen zwischen Verbraucherschützern und Banken vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztendlich zu Kostensenkungen geführt.

Gutbetuchte Kunden durch Wegfall der Kontoführungsgebühren für sich zu gewinnen, entwickelte sich, als beispielsweise die Postbank anfing, ab einem bestimmten monatlichen Geldeingang auf diese Gebühr zu verzichten. Seitdem das Online-Banking von vielen Bankkunden bevorzugt wird, ist das „kostenlose Girokonto“, was den Verzicht auf Kontoführungsgebühren meint, weitverbreitet. Direktbanken verwalten Girokonten überwiegend ohne Kontoführungsgebühren. Manche setzen dafür allerdings regelmäßigen Geldeingang in Form von Lohn, Gehalt, Rente, sonstigen Bezügen voraus, weshalb solcherart Konten Gehaltskonto heißen. Nutzen Kleingewerbebetreibende, Selbstständige, Freiberufler das Girokonto einer Direktbank oder das im Bereich Online-Banking einer Filialbank als Geschäftskonto, ist der Verzicht auf Kontoführungsgebühren allgemein nicht üblich.

Kontoeröffnung

Vor der Kontoeröffnung zu beachtende Kriterien

Mit der Kontoeröffnung erlangen volljährige Bürger den in Deutschland sowie allen weiteren entwickelten Industriestaaten zwingend notwendigen Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Im Privatkundenbereich wird dafür das Girokonto, für Geschäftsleute ein Kontokorrent eröffnet. Bevor es zur Kontoeröffnung kommt, die mit Kontoeinrichtung fachlich korrekt definiert ist, muss in jedem Fall eine Legitimationsprüfung erfolgen. Dabei handelt es sich um die Feststellung der Identität des zukünftigen Kontoinhabers. Wird die Kontoeröffnung in einer Filialbank vollzogen, sind vom Antragsteller Personalausweis oder Reisepass vorzulegen. Für ein Geschäfts- oder Girokonto bei Direktbanken legitimieren sich interessierte Neukunden mittels sogenanntem Postident-Verfahren, bei dem Postangestellte die notwendigen Personenangaben vergleichen und bestätigen. Streben Schüler und Jugendliche unter 18 Jahren eine Kontoeröffnung an, wird die schriftliche Zustimmung des Erziehungsberechtigten vorausgesetzt. Die überwiegende Mehrheit aller Kreditinstitute hat ein mit „Girokonto für Schüler / Studenten“ bezeichnetes Bankkonto im Produktprogramm, welches in der Regel ohne Kontoführungsgebühr und vielfach ohne monatlichen Mindestgeldeingang angeboten wird.

Kriterien, die vor Kontoeröffnung Beachtung verdienen, sind Gebühren für Kontoführung, Kreditkarte, Geldkarte, Transaktionen wie Überweisungen, Lastschriften, Abbuchungen. Zudem sollten vor Kontoeröffnung Möglichkeiten zur ausreichenden Versorgung mit Bargeld überprüft werden, insbesondere wenn fürs benötigte Girokonto eine Direktbank gewählt wird. Um die Kontoeröffnung zügig voranzutreiben, nutzen Interessierte oft den Girokonto-Vergleich im Internet: Wichtige Konditionen verschiedener Banken werden in Tabellenform übersichtig dargestellt. Die Bonitätsprüfung mittels Schufa-Abfrage und Vorlage von Lohn-/Gehaltsabrechnungen ist bei vielen Banken übliche Praxis, bevor dem Antragsteller Vertragsunterlagen, Kontonummer, Geld-, Kreditkarte einschließlich PINs und Bestätigung der Kontoeröffnung per Postweg zugestellt werden.

Kleinkredit

Kleinkredit: Standardisierter Kreditvertrag für Privatkunden

Angaben über die Kreditsumme schwanken, angefangen bei Hunderterbeträgen, vor allem hinsichtlich des Maximalbetrags, wenn es um einen Kleinkredit geht. In der Literatur werden Kreditsummen von 25.000, 50.000 oder 75.000 Euro angegeben, bis zu denen ein Verbraucherdarlehen noch als Kleinkredit gilt, der umgangssprachlich Raten– oder Konsumentenkredit heißt.

Zur Laufzeit sind die Angaben ebenso unterschiedlich, denn obwohl der Kleinkredit unzweifelhaft eher eine kurzfristige Überlassung von Geld gegen Zahlung von Zinsen ist, werden Laufzeiten ab sechs oder zwölf und bis 72 oder 120 Monaten angegeben. Banken, Direktbanken, Sparkassen bieten Kleinkredite häufig als standardisiertes Produkt an. Das heißt, dass Bedingungen zur Kreditvergabe und Konditionen von einer bestimmten Bank/Sparkasse für alle Kreditnehmer gleich sind; Kreditzusagen / etwaige Absagen werden in der Regel zügig entschieden. Nicht gleich, sondern von Kreditgeber zu Kreditgeber eher extrem unterschiedlich können gerade beim Kleinkredit die unabhängig von der Tilgung anfallenden Kosten sein. Zu Kreditkosten gehören im Allgemeinen Zinsen, Restschuldversicherung, Bearbeitungs-, Vermittlungs- oder weitere Gebühren. Werben Online-Anbieter mit Kredit ohne Schufa, sogenanntem Wunsch- oder Kleinkredit, sollten Konditionen besonders intensiv geprüft werden.

Islamic Development Bank (IsDB)

Islamic Development Bank (IsDB): Eine von diversen Entwicklungsbanken

Als Entwicklungsbank werden Spezialbanken beziehungsweise Kreditinstitute bezeichnet, die Sonderaufgaben erfüllen. Wobei es sich in der Regel um Entwicklungshilfe in Form von finanzieller Hilfe durch langfristige Kredite oder Darlehen handelt, die zu sehr günstigen Konditionen oder teilweise sogar kostenlos vergeben werden.

Die Islamic Development Bank (IsDB) wurde im Jahr 1975 gegründet; ein Gouverneursrat entscheidet über Befugnisse und Budget. Das verfügbare Budget wird vom sogenannten Exekutivdirektorium verwaltet. Mit Krediten von der Islamic Development Bank werden Projekte oder/und Maßnahmen, die eine Verbesserung der Infrastruktur in zumeist ärmeren Ländern der arabischen Welt nach sich ziehen, finanziert. Darüber hinaus vergibt die Islamic Development Bank (IsDB) auch Finanzhilfen für Vorhaben in sozialpolitischen Bereichen.

Entwicklungsbanken haben überwiegend multilateralen Charakter. Das heißt, dass mehrere Staaten gemeinsam auf einem bestimmten Gebiet tätig werden. Es gibt diverse solcher Entwicklungsbanken, Beispiele: Inter-American Development Bank (IDB), African Development Bank (AfDB); in Europa die Europäische Investitionsbank (EIB), Entwicklungsbank des Europarates (Council of Europe Development Bank, CEB) oder die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE). Die Islamic Development Bank (IsDB) hat nur Mitglieder aus Staaten, in denen der Islam vorherrschende oder Staatsreligion ist; Kredite erhalten auch Nicht-Mitglieder.

Investment-Center

Investment-Center vorrangig in multinationalen Unternehmen & Konzernen

Die Aufbauorganisation eines Unternehmens passt sich, wie Ablauforganisation, Prozessmanagement oder Marketing, stetig veränderten Marktbedingungen an, auch wenn manche Neuerungen länger als andere brauchen. Das Investment-Center gehört zur divisionalen Organisation eines Unternehmens, es befindet sich wie Cost- und Profit Center nachrangig der Unternehmensleitung auf zweiter Hierarchieebene. Der Begriff divisionale Organisation erschließt sich in der Ableitung des Worts divisional von seinem Substantiv „Division“ (für Verband, Sparte, Abteilung, Verwaltungseinheit) am einfachsten. Investment-Center ist eine der drei Sparten, welche die funktionale Organisationsstruktur von Unternehmen umschreiben. Neben der funktionalen gibt es Organisationsstrukturen mit Geschäftsbereichen, die sich nach Produkten / Produktgruppen, Kunden-, Zielgruppen oder Regionen / Standorten ausrichten.

Investment-Center sind Geschäftsbereiche, die als funktionale Lösung vorzugsweise bei wirtschaftlich und rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften oder bei Holding-Gesellschaften zur Anwendung kommen. Daraus schlussfolgernd kann also festgehalten werden, dass vorrangig multinationale Unternehmen, Großunternehmen sowie Konzerne ihre unterschiedlichen Geschäftsbereiche unter anderem als Investment-Center führen können.

Funktionale Organisationsstruktur bedeutet, dass die Aufbauorganisation der Tochtergesellschaft oder Holding nach den betrieblichen Funktionen Beschaffung, Produktion, Absatz und Verwaltung erfolgt. Charakteristikum eines Investment-Centers ist das hohe Maß an Selbstständigkeit. Dieses besteht im Entscheidungsspielraum für die weitere Investition der vom Investment-Center erwirtschafteten Gewinne. Ein Profit Center hingegen ist abhängig von Unternehmensstrategie, den Vorgaben für Produktionsmengen, Verkaufspreis, Kosten und Gewinne. Die Geschäftsbereichsleitung des Profit Centers trägt Verantwortung für Input / Output innerhalb einer Sparte und über von der Unternehmensleitung vorgegebene Zeiträume/Perioden. Gegenüber dem Profit Center erweitert sich beim Investment-Center die Kompetenz der Geschäftsbereichsleitung auch auf den Kapitaleinsatz, soweit es um selbsterwirtschafteten Gewinn geht.

Responsive Webdesign

Responsive Webdesign reagiert auf die Anforderungen, die durch die unterschiedlichen Bildschirmauflösungen der Endgeräte entstehen. Smartphones, Tables, Notebooks und Desktops haben unterschiedliche Auflösungen – daher muss sich auch die Darstellung des Contents anpassen.

Responsive Webdesign – Endgeräte abhängiges Layout einer Webseite

Das Responsive Webdesign basiert auf CSS3 Media Queries, die endgerätspezifische Parameter wie Auflösung des Endgerätes aber auch dessen örtliche Ausrichtung. So wird zum Beispiel bei Smartphones erkannt, ob das Gerät horizontal oder vertikal benutzt wird.
Die Parameter werden dann als CSS-Code zum Erzeugen des Layouts geliefert.

Investment Property

Investment Property hat im Rahmen der Internationalisierung Bedeutung

Globalisierung und Internationalisierung sind verwandte Ausdrücke für die voranschreitende weltweite Verflechtung beziehungsweise Vernetzung der Wirtschaftsprozesse, wodurch globale/weltweite Waren-, Finanz-, Dienstleistungsmärkte entstehen. Während Globalisierung alle Lebensbereiche einschließt (Politik, Wirtschaft, Kultur, Kommunikation, Umwelt, Welthandel, etc.), werden mit Internationalisierung eher Geschäftsprozesse weltweit agierender Unternehmen verstanden.

Im Rahmen dieser Internationalisierung lässt sich der Begriff Investment Property definieren. Denn es handelt sich um eine Kodierung innerhalb der Rechnungslegungsvorschrift IFRS (International Financial Reporting Standards). Investment Property wird im IAS-Standard, welcher nur eine zeitliche Abgrenzung zum IFRS beinhaltet, unter Nummer vierzig beschrieben. Demnach gelten Immobilien, die allein dem Zweck der Kapitalanlage nutzen, als Investment Property; zu Deutsch ist eine als Finanzinstrument dienende Immobilie die treffende Definition. Dementsprechend müssen multinationale Unternehmen und Konzerne ein Investment Property in Bilanzen, Jahresabschlüssen, weiteren Gegenüberstellungen von Vermögenswerten und Schulden anders bewerten als Immobilien, die Unternehmen zum Zwecke der Eigennutzung erwerben. Darüber hinaus stellen Immobilien, aus denen Erträge durch Vermietung / Verpachtung resultieren, im Sinne der internationalen Rechnungsvorschrift IFRS oder IAS kein Investment Property dar. Diese in entsprechenden Unternehmen zum operativen Geschäft beziehungsweise zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehörenden Immobilien sind in deren Bilanz oder Jahresabschluss unter Sachanlagen auszuweisen.

Für die als Finanzinstrument gehaltenen Immobilien schreibt der IFRS / IAS Bestimmungen zur Erst- und Folgebewertung des Investment Property vor.