Archiv der Kategorie: V

Verband der privaten Krankenversicherung e. V.

Verband der privaten Krankenversicherung e. V. in Deutschland

Im bundesdeutschen Verband der privaten Krankenversicherung e. V. sind 43 Versicherungsgesellschaften als Mitgliedsunternehmen organisiert. Davon haben 24 Versicherungen die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG), 19 sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG). Charakteristikum dieser dem PKV-Verband oder/und der Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit zugehörigen Versicherungsgesellschaften ist, dass die Versicherungsnehmer Mitglieder und Träger des jeweiligen Vereins sind sowie keine Gewinnerzielung aus Kapitalanlagen, sondern ein möglichst preisgünstiger Versicherungsschutz angestrebt wird. Während im Verband der privaten Krankenversicherung Aktiengesellschaften überwiegen, liegen VVaGs mit einem Marktanteil von 52 Prozent vor denen als Aktiengesellschaft agierenden Krankenversicherungen. Erste VVaG in Deutschland war die anno 1820 gegründete Gothaer Feuerversicherungsbank. Heute ist die Gothaer Krankenversicherung eine Aktiengesellschaft sowie Mitgliedsunternehmen im Verband der privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband).

Neben den ordentlichen Mitgliedern gehören das außerordentliche Mitgliedsunternehmen COMBINED Vereinigte Versicherungsgesellschaft von Deutschland, zwei „verbundene Einrichtungen“ (Postbeamtenkrankenkasse, Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten), zwei ehemalige Vorsitzende des PKV-Verbands als Ehrenmitglieder dem Verband der privaten Krankenversicherung an. Statut, Rechte, Pflichten, Aufgaben des Hauptausschusses, der Mitgliederversammlung, die Sonderausschüsse der PKV sind in der Satzung des Verbands der privaten Krankenversicherung e. V. niedergeschrieben.

Vertrag von Lissabon

Vertrag von Lissabon: Grundlegendste Reform des EU-Vertrags seit dem von Maastricht

In Maastricht wurden anno 1992 die Grundlagen des Staatenverbundes Europäische Union mit dem gleichnamigen Vertragswerk (EU-Vertrag) geschaffen. Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEU-Vertrag) löste den Vertrag der Europäischen Gemeinschaft (EG-Vertrag) ab.

Seither ist der Vertrag von Lissabon die grundlegendste Reform, nachdem in den Verträgen von Amsterdam (1997), Nizza (2001) und im Rahmen der EU-Erweiterung zwischenzeitliche Änderungen vorgenommen worden waren. Der Versuch, eine Verfassung für Europa zu installieren, scheiterte an Referenden in Frankreich und den Niederlande im Jahr 2005. Der unterzeichnete Vertrag über eine Verfassung für Europa erlangte auch aufgrund fehlender Ratifizierungen keine Rechtskraft. Stattdessen unterzeichneten Staats- und Regierungschefs von 27 EU-Mitgliedsstaaten im Dezember 2007 den Vertrag von Lissabon. Dieser trat zwei Jahre später mit der offiziellen Bezeichnung „Vertrag von Lissabon zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft“ als völkerrechtlicher Vertrag in Kraft.

Wesentliche Inhalte der gescheiterten Verfassung für Europa finden sich im Vertrag von Lissabon wieder. Eine erstmals vorgenommene, exakte Auflistung aller Kompetenzen der EU, Ausweitung der Befugnisse des Europäischen Parlaments, stärkeres Einbeziehen nationaler Parlamente bei der Schaffung rechtlicher Normen sowie rechtlicher Entscheidungen der EU, Einführung des neuen Amts Präsident des Europäischen Rates und das des Hohen Vertreters für Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union sind einige der fundamentalen Neuerungen. Sie machen den Vertrag von Lissabon so bedeutsam, dass er seit seinem Inkrafttreten als EU-Grundlagenvertrag gilt. Neben weiteren Formalien wurde erstmals die Möglichkeit einer Europäischen Bürgerinitiative im Vertrag von Lissabon verankert.

Volkseinkommen – Sozialprodukt

Das Volkseinkommen ( = Sozialprodukt ) ist die Summe aller Einkommensarten einer Volkswirtschaft.

Was gehört zum Volkseinkommen?

Zu den Einkommensarten gehörten Einkommen aus unselbständiger und selbständiger Arbeit. Aber auch passives Einkommen wie folgende Einkunftsarten zählen zum Volkseinkommen:
– Mieteinnahmen
– Patenteinnahmen
– Einkommen aus Pachten
– Einkommen durch Zinsen
– Wertpapiergewinnen
– Unternehmensgewinnen

Berechung in der Praxis schwierig

Abgesehen davon, dass die Berechnung des Volkseinkommens ein komplexer Vorgang ist – gibt es Probleme mit dem Vergleich zwischen den Volkswirtschaften. 
Viele Länder verwenden eigene Berechnungsmethoden und machen so den Vergleich sehr schwierig. 

Verwendungsrechnung – Verwendungsansatz

Verwendungsrechnung oder Verwendungsansatz wird im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zur Ermittlung des Sozialproduktes ( Volkseinkommens ) als Methode angewendet.

Dieses Berechungsschema wird in Deutschland eingesetzt und bewertet, ob produzierte Waren verbraucht wurden. Jedoch ist auch eine Analyse ob Investitionen in der Zukunft weitere Möglichkeiten zur Produktion schaffen.

Betrachtete Gruppen in der Verwendungsrechnung

– Konsum
– Investition
– Differenz zwischen Exporten und Importen ( Außenbeitrag ) 

Verwaltungswissenschaft

Verwaltungswissenschaft ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich aus der Verwaltungslehre gebildet hat. Dieses staatswissenschaftiche Fach betrachtet die politischen Steuerungmöglichkeiten und das staatliche Controlling von Verwaltungsaufgaben.

Die Verwaltungswissenschaft richtet sich an Körperschaften, wie Staaten, Bundesländer, Bezirke, Landkreise und Kommunen im den Regionen.
Aber auch öffentliche Stiftungen oder Gesellschaften des öffentlichen Rechts werden in der Verwaltungswissenschaft betrachtet.

Studium der Verwaltungswissenschaft

Es gibt eigene Universitätslehrgänge und Fachhochschuleinrichtungen für das Studium der Verwaltungswissenschaften – auch mit der Möglichkeit zum Masterstudium.

FH-Lehrgänge mit den Abschlüssen „Diplom-Verwaltungswirt“ und „Diplom-Verwaltungsdiplomwirt“ sind bereits seit Jahren etabliert.
In Deutschland wurde die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung eingeführt.

In Österreich ist das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung zwar keine reine Bildungseinrichtung, aber dennoch für die Förderung der Verwaltungswissenschaften – insbesondere der Forschung – entstanden.

Teilgebiete der Verwaltungswissenschaft

– Verwaltungsbetriebswirtschaftlehre
– Verwaltungsrecht
– Verwaltungssoziologie
– Verwaltungscontrolling
Verwaltungsforschung
– Verwaltung in Europa  

Verwaltungsforschung

Dei Verwaltungsforschung ist Teil der Verwaltungswissenschaften und dokumentiert, analysiert und bewertet Verwaltungsaufgaben.

Dabei werden Aspekte der Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre, des Verwaltungsrechts und der Controllingmöglichkeiten in der Verwaltung betrachtet.

Besonders im Controlling sind aktuell große Potentiale auch hinsichtlich von Verwaltungsreformen vorhanden. 

KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung

Das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung in Österreich ist eine Einrichtung zur Förderung der Erforschung der Verwaltungswissenschaft.
Das Ende der 1960iger Jahre in Wien ins Leben gerufene Institut verfügt über eine ausgedehnte Bibliothek zum Thema Verwaltung.

Die Kerngebiete des Vereins sind Public Governance sowie Management in der Verwaltung und Stadtwirtschaft.

Verwaltungsvermögen

Das Verwaltungsvermögen ( bzw. der  Vermögen der öffentlichen Hand ) gehört zum Vermögen der öffentlichen Hand und wird für den Betrieb der Verwaltung und Betriebe von öffentlichen Interesse benötigt.

Das Verwaltungsvermögen für Krankenhäuser, Polizei, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen und Organisationen vorgesehen.
Im Vermögen sind Sachgüter wie Mobiliar, Dienstgebäude usw. enthalten.

Das Verwaltungsvermögen unterliegt keiner Versteuerung ( zum Beispiel Vermögenssteuer ) und kann auch nicht gepfändet werden, obwohl es dennoch dem Privatrecht untersteht. 

Im Bereich der Verwaltungswissenschaften wird das Vermögen der öffentlichen Hand ebenfalls betrachtet.

Das Verwaltungsvermögen untersteht den jeweiligen Körperschaften, die auch für das Budget verantwortlich sind. Das Verwaltungsvermögen kann durch Kauf erworben werden, jedoch auch wieder veräußert werden. Die Erlöse aus dem Verkauf von Verwaltungsvermögen fallen wieder der zuständigen Gebietskörperschaft zu.

Volksvermögen

Volksvermögen ist das gesamte Vermögen in einer Volkswirtschaft.

Volksvermögen: Berechnung

Volksvermögen = Alle Sachvermögen + ( Forderungen im Ausland – Schulden im Ausland )

Das heißt, dass das Volksvermögen auch die Staatsverschuldung mit einbezieht.  

Volksvermögen ist schwierig zu erfassen

Das Volksvermögen ist eine Kennzahl, die nur sehr schwer zu erheben ist.

Auch ist das Volksvermögen durch eine einzelwirtschaftlichen Vermögensrechnung oder Sektorbetrachtung zu berechnen.  In der Praxis kann das Vermögen einer Volkswirtschaft nur geschätzt werden, da nicht alle Bestandteile – also Vermögen der einzelen Personen – genau beziffert werden kann.

Verwaltungsgemeinkosten

Für die Verwaltung eines Unternehmens fallen kosten an, die im Rechnungswesen Verwaltungsgemeinkosten genannt werden.

Verwaltungsgemeinkosten sind Gemeinkosten und können keinem Produkt zugewiesen werden.

Beispiele für Verwaltungsgemeinkosten sind Büromaterial, Gehälter des Managements, Gebäudeverwaltung, Geschäftsausstattung. Aber auch die Personalbeschaffungskosten sind Verwaltungsgemeinkosten und können keinem Produkt direkt zugeordnet werden.
Abhängig vom Geschäftsmodell und der Organisation können auch Shared Services zu den Verwaltungsgemeinkosten gezählt werden.

Verwaltungsgemeinkosten verfügen gemäß § 255 HGB in der Bilanz über ein Aktivierungswahlrecht.

Ähnliche Begriffe:
Deckungsbeitrag