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Privatwirtschaftliche Beziehungspflege

Den Einsatz der Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit gegenüber allen interessierten privaten Teilöffentlichkeiten (Kunden, Teilhaber, Lieferanten, Kreditgeber, Konkurrenten) der Wirtschaft bezeichnet man als privatwirtschaftliche Beziehungspflege.

Personalbedarfsrechnung

Unter dem Begriff Personalbedarfsrechnung sind verschiedene Maßnahmen zusammengefasst, mithilfe derer der zukünftige Bedarf an Mitarbeitern und Führungskräften in einem Unternehmen ermittel werden kann. Dabei handelt es sich um ein Teilgebiet der Personalplanung sowie ein praktisches Aufgabengebiet der Betriebsführung.

Grundsätzlich wird der Personalbedarf zum einen auf qualitativer, zum anderen auf quantitativer Basis erhoben. Bei der Planung nach Qualität werden die künftigen notwendigen Qualifikationen ermittelt, während bei der Planung nach Quantität lediglich die Anzahl ermittelt wird (meist zu statistischen Zwecken).

Allgemein kann folgende Formel zur Berechnung des Personalbedarfs angewandt werden:

Bz (Zukünftiger Personalbestand) = Ba (aktueller Bestand) + Z (Zugänge) – A (Abgänge)

Entsprechend der Zielsetzung der Rechnung müssen verschiedene Arten von Personalbedarf unterschieden werden. Der durch ausscheidende Mitarbeiter verursachte Bedarf ist der „Ersatzbedarf“. Durch Kündigung, Pensionierung oder Tod frei gewordene Stellen müssen mit neuen Mitarbeitern ersetzt werden. Darüber hinaus gibt es den „Neubedarf“. Er bezeichnet den Bedarf zur Personalerweiterung, der über den momentanen Bestand hinausgeht. Ursächlich können hier Arbeitszeitverkürzungen, Hochkonjunktur oder Erhöhung der Betriebskapazität zugrunde liegen.

Demgegenüber steht die Personaleinschränkung, der sogenannte „Minderbedarf“, der einen Rückgang des Personals bezeichnet, wie er beispielsweise nach Rationalisierungsmaßnahmen oder Strukturkrisen vorkommt. Der gefürchtete Personalüberschuss wird auch als „Freistellungsbedarf“ bezeichnet. Manchmal bleibt einem Unternehmen keine andere Möglichkeit, als Personal abzubauen. So kann dies durch Absatzschwierigkeiten der Fall sein, Betriebsstillegungen, Filialschließung oder Produktionseinschränkung.

Zusätzlich gibt es Arten von Bedarf, die fast nur in bestimmten Berufszweigen vorkommen. So zum Beispiel der „Reservebedarf“, bei dem zusätzlich zum Stammpersonal weitere Mitarbeiter beschäftigt werden müssen, nach denen nur in Notsituationen akuter Bedarf besteht. Bekanntestes Beispiel ist hier die „Rufbereitschaft“ bei der Feuerwehr. Zuletzt gibt es noch den „Zusatzbedarf“, der Personal bezeichnet, welches nur kurzfristig benötigt wird, beispielsweise wegen saisonalem Bedarf wie bei der Weinernte.

Zur Personalbedarfsrechnung an sich gibt es verschiedene Methoden. Die am leichtesten umzusetzende Methode ist das einfache Schätzverfahren, dessen Grundlage der Absatzplan ist. Hier lässt sich der Schätzende rein durch Erfahrung und Intuition leiten. Für aufwändigere Schätzungen werden auch teilweise Expertenbefragungen durchgeführt und verschiedene Simulationstechniken angewandt. In der Praxis wird dieses Verfahren aufgrund seiner Unkompliziertheit meist in kleinen Betrieben genutzt.

Bei der Trendexploratoin werden Zahlenwerte eines längeren, betrieblich stabilen Zeitraumen als Basis genommen und in die Zukunft fortgeschrieben.  Diese Methode eignet sich insbesodnere für Unternehmen, die kontinuierliche Absatz- und Produktionsentwicklungen aufzuweisen haben.

Wenn zwischen verschiedenen Bezugsgrößen (wie der Verkaufsfläche) und dem Personalbedarf ein unmittelbarer und eindeutiger mathematischer Zusammenhang besteht, ist es sinnvoll, auf Regressionsrechnung zurückzugreifen. Hier werden aus der Entwicklung dieser Bezugsgrößen Rückschlüsse auf den zu erwartenden Bedarf an Personal gezogen.

Permission Marketing

Permission Marketing wurde als Begriff von Seth Godin mit seinem Weltbestseller „Permission Marketing“ geprägt und ist seit dem ein fixer Bestandteil des Marketing geworden.

 Im Gegensatz zum herkömmlichen Marketing, das die Menschen mit Werbung bombardiert, setzt das Permission Marketing die Zustimmung- die Permission des Empfängers voraus.
Ohne das Einverständnis des Empfängers wird im Permission Marketing keine Werbung übermittelt.

Ziel des Permission Marketing
Das Ziel ist Aufmerksamkeit zu gewinnen. Durch die immer größer werdende Menge an Botschaften haben die Kunden schon lange innerlich abgeschalten. Daher ist das oberste Ziel des Permission Marketing die Aufmerksamkeit wieder zu gewinnen.

Was macht Permission Marketing zu echtem Permission Marketing?
Folgende Eigenschaften muss eine Permission Marketing Kampagne aufweisen:

1. Einverständnis
Diesen elementaren Punkt haben wir schon ausgeführt.

2. Personalisierung
Auch hier ist das Permission Marketing anders als herkömmliche Marketing Konzepte.
Nicht Massenware ist der Ansatz sondern gezielte und personalisierte Vermarktung ist der Schlüssel.
Das Prinzip der Personalisierung im Permission Marketing umfasst die Werbung, Produktherstellung und den Vertriebskanal.
So werden personalisierte Werbebotschaften, personalisierte Angebote oder maßgeschneiderte Produkte an den Kunden oder Interessenten weitergegeben. Das soll die Conversation und Kaufrate wesentlich erhöhen, da weniger Streuverluste auftreten. 

3. Zielgruppen Segmentierung
Auch dieser Punkt dreht sich um den einzelnen Menschen – denn um Personalisierung zu erreichen muss die Zielgruppe genau angesprochen werden.
Im Fall des Permission Marketing ist die Zielgruppe eben wesentlich kleiner als im Penetrationsmarketing – im besten Fall ist die Zielgruppe eine Person.

4. Content is King
Im Permission Marketing feuern die Werbenden nicht einfach Werbung in die Märkte.
Die Empfänger sollen informiert werden und relevante Inhalte erhalten.
Dies soll nach der Idee des Permission Marketing zu einer wesentlich höheren Akzeptanz und auch verbesserten Response führen.
Das Schlüsselwort im Permission Marketing ist sicher die Aufmerksamkeit, die der Empfänger der Botschaft widmet. Durch Relevanz im Inhalt erreicht dieses Marketing Konzept eine wesentlich höhere Aufmerksamkeit als das herkömmliche Konzept der Penetration.

5. Transparenz und Kontrolle
Der Kunde hat im Permission Marketing Zugriff auf seine Daten. Er erstellt seine Profile selbst oder hat Einsicht. So hat der Kunde die Kontrolle über alle Prozesse rund um seine Beziehung zum Unternehmen. Das fängt bei der Erstellung eines Profils für Werbung an und hört bei der Einsicht und Kontrolle über sein Eínkaufskonto auf. Ziel ist es, diese Transparenz und Kontrolle durch den gesamten Kundenprozess zu schaffen – nicht einfach aber das Permission Marketing Unternehmen nähert sich dem an. 

6. Kundendaten
Datenschutz ist ein Dauerthema und der Konsument muss auch mit allen Mitteln vor Betrug und Kriminalität geschützt werden. Dennoch muss ein Unternehmen, das dem Leitbild des Permission Marketing folgt möglichst viele relevante Daten über den Kunden sammeln – natürlich ohne auf den Datenschutz zu vergessen.

Nur durch diese Informationensammlung kann das Unternehmen die vorher gehenden Punkte der Personalisierung, Zielgruppen Segementierung und Content umsetzen. Nur wer den Kunden auch kennt kann individuelle Angebote schaffen. 

7. Individuelles Auftreten
Der Ansatz des Permission Marketing muss dem Unternehmen ein eigenes Profil geben. Differenziertes Angebot und differenziertes Auftreten am Markt ist gefragt. Eine klare Botschaft die über das Permission Marketing vermittelt wird erreicht die Empfänger.

Beispiele für Methoden des Permission Marketing
Als Methoden kann jeder Kommunikationskanale und jeder Vertriebskanal verwendet werden.
Wichtig ist nur die Einhaltung der Regeln des Permission Marketings. So kann zum Beispiel Fax Marketing im Sinne des Permissionmarketing eingesetzt werden – jedoch auch zu unerwünschten Massenversand als Spam. 

Alle Methoden des Direktmarketing sind mögliche Kampangenträger. 

Produkt Flops

Ein Flop ist ganz allgemein die Bezeichnung für einen Mißerfolg. Im Zusammenhang mit einem Produkt ist ein Flop ebenso ein Mißerfolg, da das Produkt von der Zielgruppe nicht angenommen wurde.

Was sind die Gründe für einen Produkt Flop?
– Mangelnde Marktforschung ist in der Regel der wesentlichste Grund
– Falsche Einschätzung der Marktentwicklung

Beispiele für Produkt Flops?
Eine nette Liste mit Beispielen von Produkten, die als Flop bezeichnet werden können finden Sie hier

Preiselastizität

Die Preiselastizität zeigt, wie stark der Preis einer Ware bei Änderung von Angebot und Nachfrage reagiert.
Eine geringe Preiselastizität bedeutet, dass der Absatz auf Preisänderungen nur wenig reagiert.
Anders bei einer hohen Preiselastizität – hier schanken die Absatzzahlen stark bei Änderungen des Preises.

Man unterscheidet folgende Formen der Preiselastizität:
Preiselastizität der Nachfrage
Preiselastizität des Angebots
Kreuzpreiselastizität der Nachfrage
– Kreuzpreiselastizität des Angebots 

Und welche Form der Preiselastizität ist gemeint, wenn nur der Begriff Preiselastizität fällt?
In der Regel wird unter Preiselastizität die Preiselastizität der Nachfrage gemeint.

Was hat es mit der Kreuzpreiselastizität auf sich?
 Die Kreuzpreiselastizität ist eine Sonderform der Preiselastizität vergleicht Produkt bzw. Produktgruppen miteinander. Eine genaue Beschreibung finden Sie unter Kreuzpreiselastizität der Nachfrage.

 Was ist eine kurzfristige bzw. eine langfristige Preiselastizität?
 Zum Beispiel ist eine Immobilie langfristig preiselastisch. Das eines Schuhes wohl eher kurzfristig. 

privatrechtlicher Betrieb

Ein privatrechtlicher Betrieb ist ein Unternehmen, das mehrheitlich in privater ( also nicht staatlicher ) Hand ist.

Im Gegensatz dazu sind Gebietskörperschaften oder auch Anstalten des öffentlichen Rechts klarerweise keine privatrechtlichen Unternehmen.

Ein privatrechtlicher Betrieb kann von der Gesellschaftsform jede Ausprägung annehmen, also zu den Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften zählen.

Im Zuge der Marktliberalisierung, die mit Anfang des Jahrtausends in Deutschland und Österreich einen Höhepunkt erreichte, wurden viele Staatsbetriebe in private Unternehmen umgewandelt. 

Phasen des Ratenkredits

Die drei Phasen des Ratenkredits

Nach wie vor ist ein Kredit eine beliebte Möglichkeit, den eigenen finanziellen Spielraum zu erweitern und hierdurch neues Kapital für Anschaffungen zu erhalten. „Heute kaufen, morgen zahlen“ – Nach dieser Devise leisten sich mehr und mehr Personen heutzutage Anschaffungen verschiedener Art, die mithilfe eines Ratenkredites finanziert werden können. Im Allgemeinen lässt sich ein Ratenkredit in drei Phasen aufteilen.

Phasen des Ratenkredits

Darstellung: Phasen eine Ratenkredits 

Phase 1: Vor der Kreditbeantragung
Grundvoraussetzung eines Ratenkredites ist eine ausreichende Bonität des Einzelnen. Diese gewährleistet, dass der Kreditgeber letztlich das verliehene Kapital zurückerhält. Um das Zahlungsausfallrisiko für den Kreditgeber zu minimieren, wird die Bonität des Kreditnehmers aus verschiedenen Faktoren ermittelt. Regelmäßige Zahlungseingänge aus einem nicht selbständigen Arbeitsverhältnis zählen hier ebenso dazu wie mögliche finanzielle Sicherheiten des Kreditnehmers.

Dies kann beispielsweise eine Lebensversicherung sein, die im Fall der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers vom Kreditgeber verpfändet werden kann.Die Bonität des Kreditnehmers wird zudem durch eine Abfrage bei der Schufa geprüft. In diese muss der Kreditsuchende schriftlich einwilligen. Dies geschieht im Rahmen der Kreditprüfung durch den Kreditgeber.

Die Schufa Abfrage stellt für den Kreditgeber ein weiteres Sicherheitsmerkmal dar, mit der eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Kreditsuchenden bereits im Vorfeld aufgedeckt werden kann. Doch auch für den Kreditsuchenden leistet die Abfrage bei der Schufa mitunter wertvolle Dienste. Sie kann den Einzelnen effektiv vor einer Verschuldung bewahren. Diese Phasen des Ratenkredits ist daher sehr wichtig und sollte nie zu kurz dauern. Denn es braucht Zeit alle Variablen genau zu definieren und analysieren.

Phase 2: Die eigentliche Beantragung des Ratenkredites
Grundlage eines Ratenkredites ist stets ein entsprechender Kreditvertrag, der von beiden Seiten unterschrieben werden muss. Dies geschieht nach einer erfolgreichen Kreditprüfung durch den Kreditgeber. Sofern die Bonität des Kreditnehmers als ausreichend eingestuft werden kann, steht einer positiven Kreditentscheidung nichts mehr im Wege.Im Kreditvertrag werden alle relevanten Informationen rund um den Ratenkredit schriftlich festgehalten. Dies betrifft beispielsweise die Laufzeit, die gesamte Kredithöhe und die Höhe der Zinsen des Ratenkredits.

Phase 3: Die Rückzahlung des Ratenkredits
Mit Unterschrift unter den Kreditvertrag verpflichtet sich der Kreditnehmer, den entsprechenden Kreditbetrag in gleichbleibenden monatlichen Raten an den Kreditgeber zurückzuzahlen. Sondertilgungen sind hierbei oftmals möglich. Ein Aussetzen der Rückzahlungsraten ist hingegen in der Regel mit großen Mühen oder Zusatzkosten für den Kreditnehmer behaftet, sodass die Höhe der Rückzahlungsraten vom Kreditnehmer moderat gewählt werden sollte. Zu hohe Rückzahlungsraten können zu finanziellen Engpässen des Kreditnehmers während der Rückzahlung des Ratenkredites führen. Eine zu lange Laufzeit mit entsprechend geringen monatlichen Raten führt hingegen zu erhöhten Kreditzinsen und damit Zusatzkosten für den Einzelnen. Somit sollte der Kreditnehmer die Höhe der Rückzahlungsraten mit Bedacht wählen, sodass die Raten des Kredits jederzeit problemlos an den Kreditgeber entrichtet werden können.

Ressourcen für Kreditnehmer

Bevor Kreditnehmer tatsächlich einen Kredit nehmen, sollten sie unserer Absicht nach über wirtschaftliche Bildung verfügen. Kredit ist eine tolle Sache, doch mit Kredit alleine können Probleme auftauchen. Details zu Ideen des Kredit findest Du auch hier in mein-wirtschaftslexikon.de

Prognosemethoden und Prognosemodellen

Prognosen bzw. Forecasts dienen zur Bewertung von künftigen wirtschaftlichen Ereignissen. Mit Prognosemethoden und Prognosemodellen, werden diese Vorhersagen erstellt.

Man unterscheidet folgende Prognosemethoden – kurzfristige, mittelfristige und langfristige Prognosemethoden und Prognosemodellen.

Beispiele für Prognosemethoden sind:

  • Mittelwertprognose
  • Trendprognosen

Public Relations

Public Relations (PR) oder auch Öffentlichkeitsarbeit genannt ist eine Bezeichnung für die Pflege der Beziehung zwischen einem Auftraggeber und einer für ihn wichtigen Öffentlichkeit.
PR versucht, in der Öffentlichkeit ein Klima des Vertrauens zu schaffen, das dem Zweck von Unternehmen förderlich ist.
PR ist eine Methode der operativen Marketings und ist hier unter dem Begriff „Promotion“ einzureihen.