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Agrarkredit

Ein Kredit an landwirtschaftliche Betriebe wird Agrarkredit genannt. Die Unterschiede, die sich im Agrarkredit gegenüber Krediten zu anderen Wirtschaftszweigen ergeben, resultieren aus den spezifischen Gegebenheiten der Landwirtschaft. Normalerweise befinden sich Grund und Boden im Eigentum des landwirtschaftlichen Unternehmers und können damit als Sicherheit vor allem bei der langfristigen Kreditgewährung dienen. Auch die Agrarpolitik ist daran interessiert, die Landwirtschaft mit billigen Krediten zu versorgen. Hauptsächlich geschieht dies mit der Subventionierung des Zinsaufwandes. Aus den saisonalen Diskrepanzen zwischen Aufwendungen und Erträgen ergibt sich der kurzfristige Kreditbedarf. In erster Linie haben sich die ländlichen Kreditgenossenschaften auf kurzfristige Betriebskredite an die Landwirtschaft spezialisiert.

Akkordlohn

Der Akkordlohn errechnet sich aus dem garantieren Mindestlohn und dem Akkordzuschlag.

Aktionsforschung

Die Bezeichnung für ein methodisches Vorgehen, das eine enge Kooperation von Wissenschaftlern und Praktikern bei der Entwicklung des Forschungsansatzes, bei der Durchführung der Untersuchung und bei der Ergebnisauswertung vorsieht, wird Aktionsforschung genannt. Der Unterschied zwischen Aktionsforschung und der Sozialforschung liegt insbesondere darin, dass sich die Rolle von Wissenschaftlern nicht auf die Erhebung und Aufbereitung von Daten beschränkt. Die Wissenschaftler sind bei der Aktionsforschung viel mehr an der Identifizierung der Probleme und an der Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis aktiv beteiligt. Angestrebt wird bei der Aktionsforschung neben der Lösung praktischer Probleme auch die Erweiterung der wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Agrarpolitik

Die Gesamtheit aller Bestrebungen, Handlungen und Maßnahmen, die darauf abzielen, den Ablauf des agrarpolitischen Geschehens entsprechend den gegebenen Zielsetzungen zu beeinflussen, nennt man Agrarpolitik. Neben den staatlichen (Bund, Länder) und supranationalen Instanzen (Europäische Gemeinschaft) sind die Träger der Agrarpolitik auch einflussreiche Institutionen wie der Deutsche Bauernverband. Die Agrarpreispolitik, die Agrarsozialpolitik und die Agrarstrukturpolitik sind spezielle Bereiche der Agrarpolitik.

Akkreditiv

Ein Akkreditiv ist ein Dokument, das zur Sicherheit für den Erhalt des Kaufpreises oder Vertragspreises dient. Dieses Dokument beinhaltet Informationen einer Bank an die Verkaufspartei, nach denen diese unter bestimmten Voraussetzungen einen Geldbetrag erhält. Die Zahlung wird nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen durchgeführt.

Aktionsparameter

Der Aktionsparameter ist eine Größe, die vom einzelnen Akteur selbst (unmittelbar) beeinflusst werden kann. Die eigene Marktposition wiederherzustellen, zu erhalten bzw. zu verbessern ist das Ziel eines Aktionsparametereinsatzes. Preis und Nicht-Preisparameter (Produkt, Quantität und Qualität, Werbung und Information, Konditionen, Service, Forschung und Entwicklung) können Aktionsparameter für ein Unternehmen sein. Als Erwartungsparameter oder Daten bezeichnet man Größen, die vom Akteur nicht (direkt) beeinflussbar sind.

Agrarpreispolitik

In der Agrarpolitik gibt es drei Komponenten – die Agrarstrukturpolitik, die Agrarsozialpolitik und die Agrarpreispolitik. Die Agrarpreispolitik zielt darauf ab, das Ergebnis auf den Agrarmärkten entsprechend der agrarpolitischen Zielsetzung zu beeinflussen. Innerhalb der einzelnen Agrarmarktordnungen, wirken die Instrumente der Agrarpreispolitik. Durch die Existenz ausgeprägter Agrarpreisschwankungen bei freier Preisbildung, wird die Notwendigkeit Agrarpreise zu stabilisieren begründet. Jedoch ist es fraglich, ob nur durch die Stabilisierung der Agrarpreise, das einzelwirtschaftliche Risiko der Landwirtschaft verringert werden kann, denn nicht nur instabile Preise, sondern auch schwankende Produktionsmengen haben ihre Auswirkungen. Die Höhe der Erlöse und des Gewinns in der Agrarpreispolitik werden durch die Preise und die Produktionsmengen bestimmt.

AKP-Staaten

Die AKP-Staaten ist eine Gruppe von 64 Entwicklungsländern in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean, die mit der Europäischen Union durch das Einkommen von Lome in einer Präferenzzone mit einseitigen Zollpräferenzen der EU zugunsten dieser Staaten verbunden sind. Alle unabhängigen Länder Schwarzafrikas mit Ausnahme von Angola und Mosambik, 8 ehemals europäische Kolonien und heute unabhängige Inselstaaten im Pazifischen Ozean nordöstlich von Australien und 13 Inselstaaten in der Karibik einschließlich der beiden Staaten Guyana und Surinam auf dem lateinamerikanischen Festland, gehören zu den AKP-Staaten.

Aktionärsbrief

Ein Aktionärsbrief ist eine schriftliche Mitteilung der Geschäftsführung einer Aktiengesellschaft mit dem Ziel die Aktionäre über den Geschäftsverlauf zu informieren.

AfA

AfA ist die Abkürzung für Absetzung für Abnutzung und kommt aus dem Steuerrecht.